Ehegatten und Kinder in der Ordination eines Arztes anstellen

Grundsätzlich ist das steuerrechtlich zulässig, allerdings gelten für Verträge mit Angehörigen besondere Regeln.  Diese Verträge müssen fremdüblich sein, schriftlich sein, einen klaren und eindeutigen Inhalt haben und tatsächlich gelebt werden. Die Zeitaufzeichnungen sind ordentlich zu führen. Steuerberatertipp: Das Finanzamt überprüft die Facebook Einträge ihrer Kinder, wenn sie angestellt sind. Findet das Finanzamt bei der Betriebsprüfung einen Facebook Eintrag, wo der Angehörige laut Arbeitszeitaufzeichnung in der Praxis hätte sein sollen, wird das gesamte Dienstverhältnis aberkannt, weil der Beweis erbracht wurde, das die Aufzeichnung falsch ist.

 

Fremdüblich bedeutet, dass der Angehörige nicht mehr bekommen darf, als jeder andere Mitarbeiter. Sie können ihrer Tochter also kein Dienstfahrzeug zur Verfügung stellen, auch wenn sie Sachbezug dafür bezahlen. Das wird in der Regel bei einer Betriebsprüfung herausgestrichen.

Die Auszahlung der Gehälter muss jedenfalls mit Banküberweisung stattfinden. Eine Barauszahlung auch wenn sie belegmäßig nachgewiesen wird, wird im Zuge einer Prüfung kritisch beäugt.

Im Wesentlichen argumentiert das Finanzamt, dass es sich bei solchen Zahlungen um Unterhaltszahlungen handelt. Diese sind steuerlich nicht abzugsfähig.

 

Oft stellen Arztkollegen die Frage ob Familienangehörige Rechnungen für Leistungen stellen können, die dann von der Steuer abgesetzt werden können.

Solange die Angehörigen keinen eigenen Betrieb haben und nur einen Kunden haben, werden diese Rechnungen nicht steuerlich anerkannt.