Sachbezug und Privatanteil bei Arzttätigkeiten

Es gibt in ihren Betriebsausgaben aus der Arztordination oder Sonderklassegebühren Aufwendungen, die teilweise auch privat genutzt werden. Die klassischen Ausgaben dieser Art sind die Nutzung des Pkw, Telefon, Internet, Computer usw. Jedenfalls ist für diese privaten Anteile ein privater Anteil von den Betriebsausgaben abzuziehen. Gar keinen Anteil zu berechnen, ist eine Finanzstraftat. Über die Höhe des Anteils muss man Aufzeichnungen, wie Fahrtenbuch führen. Ist dies nicht möglich, kann man sie auch im Schätzungswege ermitteln.

Da einer Schätzung immer eine gewisse Unsicherheit innewohnt, kann in der Regel keine Finanzstraftat heraus erwachsen.

Es genügt beim Arzt diese privaten Kosten im Zuge der Jahressteuererklärung zu berücksichtigen, wenn sie nicht von der Umsatzsteuer betroffen sind.

Sachbezüge sind fiktive Kosten, die ein Arzt mit eigener Praxis für seinen Arbeitnehmer versteuern muss, wenn dieser einen firmeneigenen Pkw auch für Privatzwecke nutzen darf.

Neben den Lohnabgaben an das Finanzamt sind auch Sozialversicherungsbeiträge fällig. Es ist aufgrund der erhöhten Prüfwahrscheinlichkeit und der oftmals nicht korrekt geführten Fahrtenbücher der Mitarbeiter abzuwägen, ob das Zur Verfügung stellen eines Kraftfahrzeugs für den Mitarbeiter wirklich Sinn macht.

Der Arzt kann zwar die Kosten für das Kraftfahrzeug absetzen, allerdings sind dafür hohe Lohnabgaben fällig, sodass die Steuerersparnis verschwindend gering ist.

Aus der praktischen Erfahrung sollte man ein Kraftfahrzeug nur ab einer Einkommensklasse andenken, die über der Höchstbemessung zur Sozialversicherung liegt.