Werkvertragsleistungen des Gesellschafters einer GmbH

Der Gesellschafter einer GmbH kann Leistungen an seine GmbH erbringen, wenn er Leistungen aufgrund eines Werkvertrages erbringt. Der Werkvertrag kann steuerlich nur anerkannt werden, wenn der Gesellschafter einen eigenen Betrieb hat.

Ein eigener steuerlicher Betrieb liegt nur dann vor, wenn der Betrieb eigene Kunden selbständig betreut, eigene Betriebsmittel hat, eigenes Büro, eigener Aussenauftritt und eigene Mitarbeiter. Diese Eigenschaften müssen im ausreichenden fremdüblichen Ausmaß vorhanden sein.

Gesellschafter, die gleichzeitig Geschäftsführer einer GmbH sind und höchstens 25 % Kapitalanteile besitzen, können somit nur dann im Werkvertrag tätig sein, wenn diese Eigenschaften vorliegen. Nicht ausreichend ist die Anstellung eines geringfügig Beschäftigten

Die grundsätzliche Verpflichtung als Geschäftsführer angestellt zu sein, wenn man nur höchstens 25% Anteile besitzt,  ist nur unter diesen Voraussetzungen möglich. Andernfalls die Mißbrauchsbestimmungen des § 22 BAO zur Anwendung kommen.